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EIA – Equine Infektiöse Anämie der Einhufer

Die EIA ist eine durch Retroviren hervorgerufene Erkrankung der Familie der Equiden ( Pferde, Esel, Maultiere, Maulesel).

EIA ist keine Zoonose, d.h. Menschen werden dadurch nicht gefährdet.

EIA ist auf der ganzen Welt verbreitet und wird durch blutsaugende Insekten und andere Virusträger übertragen.

Der Krankheitsverlauf kann akut oder chronisch sein, wobei die Symptome je nach Form differieren können.

Der Ursprung der Krankheit liegt in den Sumpfgebieten von Nord-,Mittel- und Südamerikas,Südafrika und Nordaustralien.

Bei uns in Deutschland traten in den letzten Jahren vereinzelt Fälle in Bayern, Thüringen, NRW, Sachsen und Hessen auf. Die Infektion betraf glücklicherweise nur wenige Tiere. Die Auslöser waren in den meisten Fällen importierte Tiere, die zunächst unauffällig waren, da ein Tier lebenslänglich Virusträger sein kann, ohne selbst zu erkranken.

Wie erkennt man nun EIA ?

Wie schon oben erwähnt sind die Symptome eher allgemein und sie sind je nach Verlaufsform (akut,chronisch oder inapperent) unterschiedlich stark ausgeprägt.

gerötete Augen mit wässrigem Ausfluss

  • blasse oder gelbliche Schleimhäute

  • Blutungen in den Schleimhäuten

  • Schwäche, Gewichtsverlust

  • Schwellungen an Gliedmaßen und am Bauch (Ödeme)

  • Unfruchtbarkeit

  • Aborte

  • Ataxie, unsicherer Gang

  • Kolik

  • Fieber

  • Inappetenz, bis zur Futterverweigerung

  • Blutbeimengungen in den Pferdeäpfeln

Es gibt, wie schon gesagt auch symptomlos erkrankte Tiere, diese sind lebenslänglich Virusträger und damit eine ständige Gefahr für andere Pferde.

Wie wird die EIA übetragen?

Hauptsächlich wird das Virus durch Bremsen und Stechmücken übertragen, in den Insekten selbst findet keine Virusvermehrung statt und die Viren bleiben maximal 30 Minuten in den Maulwerkzeugen der Insekten infektiös.

Die Übertragung kann auch iatrogen , z.B. über tierärtliche Instrumente, Fieberthermeter, Kanülen, Maulgatter, Nasenschlundsonden, gemeinsam benutztes Putzzeug (wenn z.B. Schorf abgekratzt wurde) übetragen werden, wenn nach Gebrauch an einem infizierten Tier keine sachgemäße Reinigung und Desinfektion erfolgte. Ebenfalls ist eine Übetragung durch Transfusion von Blut und Blutprodukten infizierter Tiere möglich.

Eine Infektion von Tier zu Tier findet fast nie statt, da in den Körpersekreten nur äußerst selten Viren zu finden sind.

Was tun bei Verdacht?

Die EIA ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Tiere mit unklarer Symptomatik sollten sofort dem Haustierarzt vorgestellt werden, dieser muss dann bei Seuchenverdacht das zuständige Veterinäramt verständigen. Dieses veranlasst dann Probenentnahmen zur Diagnostik, Unterbringung in Quarantäne, Verbringungsbeschränkungungen (keineTurniere, Stallwechsel etc.) und Exportverbot.

Sollte das Virus tatsächlich nachgewiesen werden muss das Tier umgehend getötet werden.

Eine Behandlung oder eine Impfung von EIA ist weder möglich noch erlaubt.

Was kann der Pferdebesitzer tun?

  • Regelmäßiges Abäpfeln von Koppeln, Paddocks und Boxen

  • Konsequente Anwendung von sogenannten Repellentien (Mittel, die Insekten fernhalten)

  • kein stehendes Wasser auf Koppeln oder in Boxen und Paddock (Pfützen)

  • Trinkwasser regelmäßig wechseln

  • kein gemeinsames Benutzen von Putzzeug, da Geräte Übeträger sein können, wenn doch sorgfältig desinfizieren

  • importierte Pferde aus gefährdeten Gebieten in Quarantäne halten

  • regelmäßige Bluttests bei Pferden die Turniere besuchen.

Fazit

Es ist gut, den Feind zu kennen, dann ist man vorbereitet und kann trotzdem das Leben mit dem Pferd geniessen.

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